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Test: Frankiermaschinen Frama Fn Series 7/7.5 und Fn Series 9

Test: Frankiermaschinen Frama Fn Series 7/7.5 und Fn Series 9

Wenn die Ausgangspost etwa aufgrund von Wachstum zunimmt oder wegen der Umstellung auf elektronische Rechnungsverarbeitung schrumpft, verändern sich die Anforderungen an eine Frankiermaschine: Eine größere oder entsprechend kleinere muss her. Für jede Tagesmenge gibt es das richtige Modell – von der manuellen Anlage bis hin zum vollautomatischen Durchzug einschließlich dynamischem Wiegen. Frama hat für jeden Bedarf neue Frankiermaschinen ins Portfolio aufgenommen. Die kleineren hat FACTS bereits getestet, nun waren auch die großen Systeme dran.

Wer täglich hunderte oder gar tausende Briefe frankiert, möchte eine möglichst große maschinelle Unterstützung nicht missen. Die Frankiermaschinen von Frama der oberen Leistungsklasse sind – um es vorwegzunehmen – dafür bestens geeignet.

Unterschiedliche Zuführungen

Fn Series 7 und 7.5 sind baugleich, der Unterschied liegt in der Zuführung: Während der Einzug bei der 7 halbautomatisch ist, also einzelne Briefe per Hand angelegt und automatisch durchgezogen werden, verfügt die 7.5 über einen vollautomatischen Einzug für ganze Briefstapel und optional einen Briefschließer. Dadurch frankiert sie 110 Briefe pro Minute, während sich die manuelle Anlage auf rund 75 Umschläge beziffern lässt. Es passen 12 Millimeter dicke Briefe unter dem Frankierstempel durch. Beide Maschinen verfügen über ein Display und eine Tastatur.

Die Fn Series 9 ist mit 150 Frankierungen pro Minute das Rennpferd aus dem Hause Frama. Die Durchlassstärke beträgt 16 Millimeter, sodass der Spender für Frankieretiketten nur selten benötigt wird. Diese Maschine hat ein Farb-Touchdisplay für großen Bedienkomfort, doch der echte Clou ist die dynamische Waage, wodurch sie mischpostfähig wird: Unsortierte Stapel mit großen, kleinen, dicken und dünnen Umschlägen können aufgelegt werden; die Briefe werden beim Durchlauf gewogen und von einem Sensor vermessen, anschließend erhalten sie im fliegenden Wechsel ihr individuelles Porto. Der Frankierprozess dauert zwar ein bisschen länger, doch da manuelles Vorsortieren und Wiegen von Briefen entfällt, rechnet sich das bei großen Mengen sowohl finanziell als auch zeitlich auf jeden Fall.
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Die Bedienung über das Display erfolgt nahezu intuitiv. Nach dem Frankieren landen die Briefe zuverlässig im Auffangfach.
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Falls ein Brief steckenbleiben sollte – das kam im Test nicht vor –, lässt er sich einfach wieder herausholen.

Bei allen Dreien gleich

Alle drei Maschinen haben auch einige Gemeinsamkeiten: Die Produktauswahl erfolgt über das Display, es sind Kostenstellen für verschiedene Abteilungen oder auch Unternehmen vorhanden, ein Streifengeber führt Frankieretiketten für unförmige sowie besonders dicke Briefe beziehungsweise Päckchen zu, der Bereich links vom Portostempel kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden, etwa für ein Firmenlogo und eine Werbebotschaft oder einen saisonalen Gruß. Optional lässt sich jede Frankiermaschine mit einer Waage ausstatten, die Sendungen wahlweise bis 3, 5 oder 10 Kilogramm wiegen kann. Auch die Softwareausstattung ist bei allen dreien vergleichbar. So gibt es Zugangsbeschränkungen für Kostenstellen oder fürs Portoladen sowie Reporting wie Tages- oder Monatsauswertung nach Kostenstellen.

Zuverlässige Arbeit

Im Test haben die Maschinen alle Aufgaben zuverlässig erledigt. Die Bedienung erfolgte weitgehend intuitiv – wobei das Touchdisplay der Fn Series 9 bei allen Testern deutlich besser ankam. Doch beide Varianten bieten einen unmittelbaren Überblick über alle Produkte vom Standardbrief bis zu Sendungen mit seltener genutzten Zusatzleistungen. Die Briefe wurden einwandfrei transportiert, wobei sie schonend über die selbstjustierenden Rollen liefen und durch leichten Federdruck sicher die Bahn hielten. Der Frankierabdruck – ob auf dem Brief oder einem Etikett aus dem Streifengeber – war ebenso scharf, wie es den Redakteuren von dem Test der kleineren Maschinen schon bekannt war.

Produktiv, auch beim dynamischen Wiegen

Alle Maschinen konnten die vom Anbieter angegebene Geschwindigkeit halten. Beim Einschalten der dynamischen Wiegefunktion der Fn Series 9 verringerte sich das Tempo von 150 auf 95 Briefe pro Minute, doch auch das entsprach dem Herstellerversprechen: Das Wiegen nimmt einen Sekundenbruchteil in Anspruch, der sich in der Gesamtleistung, nicht aber in der Beobachtung bemerkbar macht, denn der Frankierfluss ist weiterhin zügig, und die Mischpost einfach im Einzug abladen und den Prozess starten, empfand die Testredaktion als mühelos. Es gelang den Redakteuren nicht, die Maschine mit speziell präparierten Briefen auszutricksen – sie frankierte ausnahmslos mit dem richtigen Porto.

Wiegeplattformen sind für die Frankiermaschinen optional erhältlich, auch nachträglich. Die Testmaschinen der Serien 7 und 7.5 verfügten über Drei-Kilo-Waagen mit Komfortfunktion: Sobald ein Brief von der Waage entnommen wird, stellt die Maschine das richtige Porto ein und nimmt den Betrieb auf. Zudem beherrschen sie das Differenzwiegen. Dies bezeichnete ein Testredakteur als „dynamisch Wiegen light“, denn es ist äußerst praktisch: Man legt einen Stapel Mischpost auf den Wiegeteller, und bei jedem, den man herunternimmt, „weiß“ die Waage, wie viel er wiegt, und stellt gleich automatisch das korrekte Porto für ihn ein.

Anja Knies

FAZIT: TESTURTEIL

Urteil der Redaktion

Die neuen Hochleistungsfrankiermaschinen Fn Series 7/7.5 und Fn Series 9 haben das Portfolio von Frama merklich erweitert, sodass auch Unternehmen mit sehr vielen Briefen hier auf ihre Kosten kommen. Die produktiven Systeme sind weitgehend intuitiv zu bedienen, verrichten zuverlässig ihre Arbeit und entlasten die Poststelle von mühsamen Aufgaben – insbesondere, wenn vom dynamischen Wiegen Gebrauch gemacht wird.
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Produnkt:  Fn Series 7, Fn Series 7.5 und Fn Series 9
Beschreibung:  Frankiermaschinen
Anbieter:  Frama
Preis: Fn Series 7 ab 1.800 Euro, Fn Series 7.5 ab 2.570 Euro, Fn Series 9 ab 3.450 Euro exkl. MwSt.
Kontakt:  www.frama.de
Beurteilung
Hardware:
Funktionalität:
Bedienung/Handhabung:
Druckqualität:
Gesamtergebnis:
Sehr gut