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Test: Westaro Drehstuhl "Der Anlehner"

Test: Westaro Drehstuhl "Der Anlehner"

Ein Kumpel zum Anlehnen

Jemanden, an den man sich nicht erst NACH einem langen, anstrengenden Tag anlehnen kann, sondern schon währenddessen – das wäre doch auch etwas Schönes. Vermutlich hatte Westaro diesen Gedanken in der Entwicklungsphase des neuen Bürodrehstuhls, der dann passend den Namen „Der Anlehner“ erhielt. FACTS ließ sich nicht zweimal bitten, das Modell einem Praxistest zu unterziehen.

In einem vergleichsweise kleinen Karton geliefert, musste der Drehstuhl, der seinen Einsatzbereich sowohl im Büro als auch im Homeoffice findet, zunächst zusammengebaut werden – das Ganze hat in Summe kaum eine Minute gedauert: Fußkreuz aufstellen, Gasfeder mit Plastikschutz darum einsetzten, den bereits fertig montierten Sitz mit Rückenlehne und Armlehnen oben draufsetzen – fertig. Dafür ist noch nicht einmal eine Anleitung notwendig. Nur fürs Aufsetzen sind vier Hände etwas besser als zwei, da das voll ausgestattete Modell doch einiges an Gewicht mitbringt.

Was sofort besonders positiv ins Auge gestochen ist: Jeder einzelne der insgesamt zehn Tester hat den Stuhl als deutlich höherpreisig eingeschätzt, als er in der Tat ist. Schnell wurde auch klar, wieso: Der Stuhl ist, wie beim Aufbauen schon bemerkt, insgesamt recht schwer, und die Stoffauswahl und Verarbeitung lassen vermuten, dass man ein exklusives Chefsessel-Modell vor sich hat. Auch die Verwendung von zwei unterschiedlichen Materialien beim Testmodell – Stoffgewebe in Anthrazit in Kombination mit Vinyl – sowie die moderne Streifensteppung lassen den Home- und Bürodrehstuhl gleich um einiges teurer erscheinen.

Erwartungen erfüllt

Mit dem Sitztest waren zugegebenermaßen einige Erwartungen verbunden: Lehnt man sich an den „Ahnlehner“ auch wirklich gerne und vor allem gut an? Ist das Modell selbst nach mehreren Stunden immer noch so bequem, wie der Name vermuten lässt?

Die Sitzfläche ist jedenfalls ausreichend groß, sehr angenehm gepolstert und zudem nach vorne hin leicht abgerundet. Das nimmt den Druck von den Oberschenkeln während des Sitzens und macht es auch weiter vorne an der Kante ganz bequem. Doch am gesündesten ist es, sich komplett bis an die Rückenlehne zu setzen. Und da wird dann auch die beste Ausstattung des Stuhls ganz deutlich spürbar: die vorgeformte Rückenlehne, die seitlich am unteren Rücken nach innen gewölbt ist und den Rücken leicht umschließt – dadurch entsteht das „umarmende Gefühl“, das den Nutzer ganz automatisch dazu bringt, sich gerne anzulehnen. Und damit wird auch ohne weiteres Zutun die bestmögliche Sitzposition eingenommen, die gesundes Sitzen auch an langen Arbeitstagen fördert: auf der gesamten Sitzfläche mit angelehntem Rücken. Das Sitzpolster ist übrigens bei allen Varianten austauschbar, wenn notwendig.
Drehstuhl Der Anlehner von Westaro mit Rückenlehne
Bequem: Der „Anlehner“ macht seinem Namen alle Ehre: Durch den vorgeformten Rücken bietet er ein sehr gutes Sitzgefühl.

Die optionale – im Testmodell enthaltene – tiefenverstellbare Schukra-Lordosenstütze sorgt dafür, dass der Bereich rund um die Lendenwirbelsäule im unteren Rücken noch besser und individueller gestützt ist. Die bestmögliche Einstellung der Rückenstütze lässt sich dafür ganz einfach und praktisch intuitiv finden: Über ein Handrad ist die Wölbung und Entwölbung zu steuern. Dies funktioniert am besten, wenn sich Becken und Schultern direkt an der Lehne befinden.

Intuitiv bedienbar

Die restlichen Funktionen, darunter ein um bis zu 8 Zentimeter verstellbarer Schiebesitz, die Synchronmechanik mit individueller Gewichtseinstellung und die höhenverstellbare Rückenlehne mit Arretierung in fünf Positionen, sind ebenfalls leicht und intuitiv auszuführen. Optional sind zudem eine Sitzneigevorwahl, spezielle Rollen für Teppiche oder harte Böden sowie eine Sitzkomfortpolsterung mit 2 Zentimeter hohem Visco-Memory-Schaum erhältlich. In Bezug auf die Armlehnen kann man zwischen einer 2D-Variante mit PU-Armauflage und Verstellung in Höhe und Breite sowie einer 3D-Polster-Armlehne „Spring“ wählen, die zudem nach vorne und hinten verschiebbar ist und mit einem Visco-elastischen Memory-Schaum für noch besseren Komfort beim Abstützen sowie einem atmungsaktiven Vinyl ausgestattet ist. FACTS hat für den Test natürlich das volle Paket „bestellt“ – die 3D-Armlehnen erfüllen genau ihren Zweck: Die Polsterung ist sehr komfortabel; das Verschieben nach vorne und hinten zusätzlich zur Höhen- und Breitenverstellung geht nicht zu leicht von der Hand, dadurch läuft man nicht Gefahr, dass sich die Lehne versehentlich während des Anlehnens von selbst verschiebt.
Drehtstuhl Westaro in Einzelteilen
Schnell Einsatzbereit: Der Stuhl kam kompakt verpackt in die Redaktion. Das Zusammenbauen der fünf Einzelteile hat nur knapp eine Minute gedauert.
Zu Meckern gab es eigentlich nichts. Der einzige Kritikpunkt kam von den etwas kleineren Testern: Sie wünschten sich, die tiefstmögliche Position in der Höheneinstellung ließe sich noch ein wenig tiefer einstellen als bisher möglich, um auch mit kürzeren Beinen besser auf den Boden zu kommen.

Der Stuhl ist bis zu einem Gewicht von 150 Kilogramm belastbar. Neben der Variante mit einem Vinyl-Stoff-Mix ist das Modell auch komplett in Vinyl (beides beim Anlehner PRO) erhältlich oder nur mit Stoff bezogen. Zudem gibt es eine weitere Version des Stuhls mit einem extra hohen Rücke und integrierter Kopfstütze.

Anna Köster 

FAZIT: TESTURTEIL

Urteil der Redaktion

Wenn es nach den Testern geht, darf das Modell (bei neun von zehn Testern) sehr gerne sofort ins Homeoffice einziehen – am liebsten in der vollen Ausstattung. Der Test zeigte: Gute Qualität, ein sehr angenehmes Sitzgefühl und eine schicke, hochwertige Optik müssen nicht viel kosten.
Image
Produnkt: Der Anlehner
Beschreibung: Bürodrehstuhl
Anbieter: Westaro
Preis: ab 269 Euro exkl. MwSt.
Beurteilung
Design:
Funktionen:
Bedienung:
Preis/Leistung:
Gesamtergebnis:
Sehr gut