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TEST SendPro Online - Lösung für den Paketversand 11/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Endlich im Griff

Egal ob hin und wieder oder regelmäßig: Paketversand verursacht Aufwand. Packen, füllen, messen, wiegen, freimachen, dokumentieren, tracken … Viele Tätigkeiten sind für jede Sendung auszuführen. Für den Versand von wenigen bis vielen Paketen bietet Pitney Bowes die Lösung SendPro Online an, die das ganze Verfahren einfacher, sicherer und günstiger gestalten soll. Kann sie wirklich diesen hohen Anspruch erfüllen? FACTS hat‘s getestet.

 

Die Versandlösung SendPro Online mit shipcloud ist für den laufenden Betrieb im Onlinehandel gedacht, ebenso für Unternehmen, in denen der Paketversand immer wieder eine lästige Nebentätigkeit ist. Der Ansatz: Zahlreiche manuelle Tätigkeiten in der Versandvorbereitung entfallen, die Dokumentation vollzieht sich automatisch nebenbei und schafft einen Überblick, der sonst in der Menge oft verlorengeht.

SendPro Online ist die Versandsoftware-Anwendung in Kooperation mit shipcloud, die im Team arbeitet mit Waage, Etikettendrucker und auf Wunsch einem Raspberry Pi und WLAN-Connector, der die Versandlösung unabhängig von der Unternehmens-IT online bringt und keinen Implementierungsaufwand verursacht. Für die Einrichtung des Ganzen fand FACTS ein paar IT-Kenntnisse durchaus hilfreich, doch an schwarze Magie grenzt sie nicht. Sobald man nach dem Log-in einen Versandauftrag aufruft und beim Berühren der Waage ein Gewicht auf dem Bildschirm angezeigt wird, steht das System und es kann losgehen.

Um eine Versandmarke zu erstellen, müssen Angaben gemacht werden. Dafür sind einige Hilfestellungen gegeben, die FACTS gut gefallen haben, weil sie wirklich sinnvoll sind. Es lässt sich zum einen ein Adressbuch anlegen, indem man Adressen aus einer Excel-Tabelle importiert oder sie manuell eingibt. Dieser Aufwand lohnt sich, denn die Anschriften stehen dann für immer zur Verfügung. Ebenso kann man für Standardkartonagen konkrete Paketmaße zur Auswahl eingeben, unkonventionelle Abmessungen hingegen manuell. Das Gewicht der Sendung erscheint von selbst, sobald die Waage es ermittelt hat. Es stehen Optionen zur Verfügung, etwa eine Höherversicherung für kostbare Sendungen.

Sind die Angaben für eine Sendung vollständig, kommt der richtige Clou: Das Portal zeigt die Kosten bei verschiedenen Dienstleistern an. Jedes Unternehmen kann sich also für den günstigsten oder den schnellsten entscheiden, oder für einen, der aus eigener Erfahrung am zuverlässigsten ist, und schließlich auch für den, den der Empfänger bevorzugt. Mit einem Klick wird das 
Etikett gedruckt. Und es kommt noch besser: Ganz gleich, welche Paketdienste man nutzt, am Monatsende kommt nur eine einzige Abrechnung. Ist alles erst einmal eingerichtet, geht das ganze Procedere sehr schnell vonstatten, und FACTS vergibt an dieser Stelle ein breites Smiley.

Pitney Bowes führt verschiedene Etikettendrucker. FACTS hatte zwei im Test und empfiehlt die Variante mit Etiketten von der Rolle statt mit gestanzten, denn die Standardlängen der Versandlabels eines jeden Dienstleisters unterscheiden sich voneinander.

NOCH MEHR KOMFORT

Über die eigentliche Versandvorbereitung hinaus stellt SendPro Online noch mehr komfortable Funktionen bereit, die sich im Vorfeld oder im Nachgang als äußerst nützlich erweisen. So lassen sich etwa Sendungen vorbereiten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zügig zu versenden. Beispielsweise bekommt die Poststelle die Anschriften und kann Versandmarken entwerfen, während die Ware noch konfektioniert wird. Rollt dann die Flut an Paketen heran, ist sie schnell geglättet, weil lediglich die speziellen Sendungsinformationen ergänzt werden müssen. Alternativ kann man alle Angaben auch offline in eine Excel-Liste nach einem bestimmten Muster eintragen und anschließend importieren. Auch ist eine Stapelverarbeitung möglich, wenn mehrere gleichartige Sendungen verschickt werden sollen. Steht ein Paket an einem anderen Ort, lässt sich auch ein Abholauftrag erstellen: Damit ist sogar das Retourenmanagement berücksichtigt.Screens Portal

 

 

AN ALLES GEDACHT:  Die Anschrift auf einem Versandetikett kann aus dem Adressbuch gewählt werden, auch für wiederkehrende Paketmaße gibt es einen Bereich. Für das Porto steht eine Auswahl zur Verfügung (die vertraglich vereinbarten Konditionen dürfen nicht öffentlich dargestellt werden – daher sind die Preise geschwärzt) und anschließend eine Übersicht über alle verschickten Sendungen und ihren Status.

 

Wer im Unternehmen mit dem Paketversand betraut ist, kennt auch die Fälle, in denen ein Paket lange nicht das Ziel erreicht, und er weiß, dass er den Unmut des ursprünglichen Versenders und des Empfängers auf sich zieht. Da gilt es, nachzuforschen, um die verschollene Sendung wieder aufzutreiben und den schwarzen Peter loszuwerden. Das ist mit dieser Lösung tatsächlich viel einfacher: Ein Blick in die Versandübersicht im Portal genügt oft schon, um den Versandstatus einzusehen. Mit einem Klick erscheinen auch die Trackingdetails direkt beim Dienstleister auf dem Bildschirm. Meistens reicht dies aus, um dem verärgerten Kollegen eine zufriedenstellende Auskunft zu erteilen, statt ihn mit dem Versprechen, nachzuforschen, zu vertrösten. Ohne das Versandportal in der Cloud muss der Versandbeleg in der Ablage gesucht und das Dienstleisterportal aufgerufen werden, wo man sich einloggt und die vielstellige Nummer eingibt, um an Informationen zu kommen. Auch hier erhält SendPro Online von FACTS ein großes Smiley. In der Übersicht besteht zudem die Möglichkeit, die Versandmarke für die Archivierung herunterzuladen.

NOCH MEHR OPTIONEN

Für den Versand von vielen unterschiedlichen Sendungen lohnt sich die Anschaffung einer 
Dimensionswaage, die Pitney Bowes ebenfalls anbietet. Mit dieser lassen sich die Abmessungen einer Sendung per Barcodescanner präzise erfassen – und ebenso wie das Gewicht erscheinen sie automatisch bei den Sendungsangaben. Ein weiteres Upgrade von SendPro Online ist die Netzwerkversion, über die das Portal von mehreren Arbeitsplätzen genutzt werden kann.

Übrigens kann sich jedes Unternehmen als Tester versuchen, bevor es sich für eine Investition in die komplette Lösung entscheidet: 
Pitney Bowes stellt die Software für 30 Tage zum kostenlosen Ausprobieren zur Verfügung: https://www.pitneybowes.com/de/postbearbeitung-und-versand/versand-und-tracking/sendpro-online-mit-shipcloud.html

Anja Knies

  

FAZIT

Hinter SendPro Online steht ein gründlich durchdachtes Konzept, das alle Aspekte des Paketversands berücksichtigt. Die Auswahl an Dienstleistern und Preisen, die Transparenz über alle Sendungen und Kosten bei gleichzeitigem Verzicht auf jegliche Zettelwirtschaft sind wirklich überzeugend. Wer regelmäßig Pakete verschickt, kann viel Zeit und Geld sparen und behält immer den Überblick.

 

Produkt: SendPro Online
Beschreibung: Lösung für den Paketversand
Anbieter: Pitney Bowes
Preis: monatlich ab 19,90 Euro,
zzgl. Anwendergebühr ab 5 Euro

Kontakt: pb.com/de

 

 

 

Beurteilung

Sehrgut FACTS 11 2019

Einrichtung: 5/6
Nutzerfreundlichkeit: 6/6
Übersichtlichkeit: 6/6
Funktionsvielfalt: 6/6
Preis-Leistungs-Verhältnis: 6/6

Gesamtergebnis: sehr gut

 

 

 

 


 Fotos: THS, shutterstock

  
 
 

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